
Inge Hansen
Stadträtin
Jahrgang 1963
Büroangestellte
Als Ratsmitglieder tragen wir eine besondere Verantwortung. Diese Verantwortung besteht nicht darin, eigene Interessen zu vertreten, sondern die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt ernst zu nehmen und ihnen eine Stimme zu geben.
Als Ratsmitglied ist es meine Aufgabe, Ihre Anliegen zu vertreten. Doch das kann nur gelingen, wenn Sie uns Ihr Vertrauen schenken. Vertrauen entsteht nicht durch große Worte, sondern durch Verlässlichkeit, durch klare Haltung und durch den Mut, auch unbequeme Wahrheiten auszusprechen.
Viele Menschen haben das Gefühl, dass in unserem Land
etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist, dass Dinge, die
früher selbstverständlich waren, heute nicht mehr sicher
erscheinen. Ordnung, Stabilität und Verlässlichkeit dürfen keine nostalgischen Begriffe sein – sie müssen wieder Grundlage politischen Handelns werden.
Dazu gehören solide Finanzen. Ein Staat, der dauerhaft über seine Verhältnisse lebt, verspielt die Zukunft seiner Kinder. Wir müssen verantwortungsvoll mit Steuergeldern umgehen, Prioritäten setzen und wieder für finanzielle Stabilität sorgen.
Integration ist eine weitere große Aufgabe unserer Zeit. Sie kann gelingen – aber nur mit Unterstützung, klaren Erwartungen und gegenseitigem Respekt. Wer hier leben möchte, soll Chancen bekommen, aber Regeln gelten für alle gleich.
Sicherheit ist kein Privileg, sondern ein Grundrecht. Jeder Bürger muss sich sicher fühlen können – auf der Straße, im
eigenen Viertel, im Alltag. Das bedeutet auch: Kriminalität muss konsequent verfolgt und spürbar bestraft werden.
Der Rechtsstaat muss handlungsfähig bleiben.
Gleichzeitig brauchen wir eine offene Gesellschaft, in der Meinungsfreiheit selbstverständlich ist. Demokratie lebt vom freien Wort, vom respektvollen Streit und vom Austausch
unterschiedlicher Ansichten. Nur so entsteht Entwicklung und Fortschritt.
Und schließlich: Wohnen muss bezahlbar sein. Ein Zuhause ist mehr als vier Wände – es ist Sicherheit, Würde und Heimat. Familien, junge Menschen und Senioren dürfen nicht verdrängt werden.
Ich bin überzeugt: Wenn wir wieder mehr zuhören, Verantwortung übernehmen und gemeinsam handeln, dann können wir Frechen stark in die Zukunft führen. Dafür setze ich mich ein – mit klarer Haltung und offenem Ohr für die Bürger.